NIKKI Zukunftswerkstatt 2017

Kälte-Branche erarbeitet Lösungsansätze gegen den Fachkräftemangel

Niedersachswerfen, 20.09.2017: In der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik in Niedersachswerfen, Thüringen, trafen sich erstmals zahlreiche Vertreter der Branche mit Vertretern aus Politik, Bildung, Medien und der Agentur für Arbeit, um Lösungen gegen den Fachkräftemangel in der Kälte-Klima-Branche zu erarbeiten. NIKKI, die Nachwuchsinitiative der Kälte-Klima-Branche, koordiniert vom ZVKKW, hatte zur „Zukunftswerkstatt 2017“ eingeladen, um die zukünftige Ausrichtung ihrer Aktivitäten zu diskutieren.

Für die inhaltliche Einstimmung sorgten ausgesuchte Praxis-Vorträge, über die eigene Branche hinaus: Die Werbegemeinschaft des Bäckerhandwerks präsentierte ihre seit 2011 laufende Nachwuchskampagne „Back-Dir-Deine-Zukunft“ und berichtete über die Nachwuchskampagne im Bäckerhandwerk. Mahsa Amoudadashi beeindruckte in ihrem Vortrag „Wie aus Herzlichkeit Qualität wird“ die Zuhörer mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für mehr Wertschätzung von Mitarbeitern in Unternehmen.

In der von Christoph Brauneis (KKA) moderierten Podiumsdiskussion wurde der Bogen über alle Berührungspunkte der Branche hinweg gespannt. Über Maßnahmen wie ein Einwanderungsgesetz gegen Fachkräftemangel oder die Erfolgschancen für Quereinsteiger in die Kältebranche diskutierten Vertreter aus Politik wie Steffen-Claudio Lemme (SPD MdB), Jörg Peters (ESaK), Martin Rüterbories (HEIFO), Peter Kugler (DAIKIN) sowie Karsten Froböse (Bundesagentur für Arbeit, Niedersachs-werfen). Insbersonders die für das Handwerk dringend notwendige Stärkung des dualen Ausbildungssystems kam dabei immer wieder zur Sprache.

Beim zentralen Workshop der Zukunftswerkstatt, diskutierten fachbereichsübergreifenden Teams über die Rolle von Handwerk, Politik, Bildung und Gesellschaft sowie Finanzierung, aber auch Kommunikationswege und Alleinstellungmerkmale der Branche. Viele neue Gedankenansätze und Ideen wurden erarbeitet und anschließend präsentiert. Jetzt gilt es, im Kreise der aktiven NIKKI-Gründer diesen Ideenpool im Detail auszuwerten und Anregungen in ein stimmiges Zukunftskonzept für die Kälte-Klima-Branche zu gießen und allen Bereichen der Branche nahe zu bringen, die sich bisher noch sehr zögerlich verhalten.

Denn klar ist natürlich auch, dass die erarbeiteten Ansätze nur funktionieren, wenn eine solide finanzielle Ausstattung dafür vorhanden ist. Alle Branchenteilnehmer sind gefordert, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten materiell und ideell zu beteiligen.

Alle Diskussionen der Zukunftswerkstatt zeigten sehr deutlich: Die Branche ist eine Zukunftsbranche mit besten Aussichten für alle Beteiligten. Diese Kraft kann die Branche nur auf den Boden bringen, wenn sie den Fachkräftemangel als gemeinsame Aufgabe begreift und die gern zitierte „Kälte-Familie“ auch tatsächlich zusammenrückt und gemeinsam eine strategische Allianz mit breit angelegter Kommunikation unterstützt. Nicht, um eigene Maßnahmen im Kampf um Talente überflüssig zu machen, sondern als kommunikative Ergänzung mit dem Ziel: Auch in Zukunft offene Stellen leichter besetzen zu können

IMPRESSIONEN

MENTOREN

Christoph Brauneis | Kälte Klima Aktuell | Chefredakteur

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Dirk Rehfeld | Die Kälte und Klimatechnik | Redakteur

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